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WK Verkehrshelfer

Am Donnerstag, 24. Mai 2018 um 07.30 Uhr versammelten sich in der Zivilschutzanlage Eichholz zum internen Weiterbildungskurs Verkehrshelfer durch die Stadpolizei. Diesmal allerdings sollten nicht Übungen auf dem Programm stehen sondern das gelernte in einem Einsatz umgesetzt werden. Der Grund dafür war die Generalversammlung der Swatch Group im Tissot Velodrome in Grenchen. Michael Herzog, Leiter Verkehrsdienste der Stadtpolizei Grenchen, instruierte die Verkehrshelfer, die die Stadtpolizei bei der Verkehrsführung unterstützten. Um ca. 08.30 Uhr verteilten sich die Zivilschützer auf die ihnen zugewiesenen Posten von der Ausfahrt der A5 bis zur Kreuzung Archstrasse/Neumattstrasse um die angereisten Aktionäre zum Tissot Velodrome und den vorhandenen Parkplätzen zu lenken. Bis vor Beginn der Generalversammlung um ca. 10.00 Uhr war ein enormes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen welches sich jedoch nach und nach auflöste. Kurz nach Mittag war der Verkehr wieder auf normalem Niveau angelangt und die Zivilschützer kehrten in die Anlage zurück um die Ausrüstung zu retablieren, den Sold zu empfangen und aus diesem Dienst entlassen zu werden.


WK Führungsunterstützung

"Wir versuchen, jeden Wiederholungskurs so spannend, abwechslungs- und lehrreich wie möglich zu gestalten." So lautet das Credo der Führungsetage aus dem Bereich Führungsunterstützung, welches nicht immer ganz einfach umzusetzen ist. Für den 3. und 4. Mai wurden die Stabsassistenten zum alljährlichen, 2-tägigen WK aufgefordert. Der Bereich Führungsunterstützung ist in die 2 Bereiche Telematik und Lage eingeteilt. Im vergangenen Jahr war der Bereich Telematik an der Reihe. Dieses Jahr liegt der Fokus somit auf dem Bereich Lage und es wurde ein spezielles Programm aus Theorie und Praxis zusammengestellt. Unter diesem Bereich versteht sich die Erfassung und Dokumentation von Schadensereignissen zur Unterstützung der Einsatzleitung. Am ersten Halbtag wurde theoretisches Wissen vermittelt. Die Zivilschützer erhielten ein Sanitäts-Refresh, allgemeine Informationen über Aufgaben und Alarmierung der RZSO, eine Brandschutzschulung inklusive Demonstration und nicht zuletzt eine Einführung in die elektronische Lageführung (IES). Diese neu eingeführte, SAP-basierte Software wird ebenfalls bei der Polizei und der Feuerwehr eingesetzt. Damit soll die behördenübergreifende Arbeit erleichtert und gefördert werden. Das alte System, mit einzeichnen auf Karten ist nicht mehr ganz zeitgemäss. Da auf die Technik jedoch nicht immer 100% Verlass ist, wird die alte Vorgehensweise auch heute noch trainiert. Die restlichen knapp 1,5 Tage widmen sich die Uniformierten also der Praxis. Sie werden in 8 Gruppen aufgeteilt und müssen sich an verschiedenen Standorten positionieren. Regelmässig werden über Funk insgesamt 120 fiktive Schadensmeldungen durchgegeben. Diese müssen massgenau auf den Karten erfasst und detailliert dokumentiert werden. Das erklärte Ziel der Übung lautet: In kurzer Zeit viele Informationen aufnehmen und korrekt erfassen. Zum Abschluss der Übung werden die Ergebnisse bei einer Kurzpräsentation vorgestellt und analysiert. Das neue System funktioniert tadellos und wird künftig wohl eine enorme Verbesserung in der Bearbeitung von Schadensereignissen darstellen.


WK Fahrer

Am Donnerstag, 05. April 2018 um 08.00 Uhr versammelten sich die Fahrer der RZSO Grenchen zum WK Fahrer. Die erste Hälfte des WK’s beinhaltete die Theorie wie das Verhalten bei Unfällen, die Geschwindigkeit mit oder ohne Anhänger sowie die verschiedenen Parkdienste an den Fahrzeugen. Verkehrs Instruktor Marc Willemin frischte das theoretische Wissen der Fahrer über allgemeine Verkehrsregeln mit Anhängern, Fahrzeugverhalten, Lastenverteilung, Ladungssicherung usw. auf. Danach ging es raus zu den Fahrzeugen wo die Theorie in die Praxis umgesetzt wurde. Den Fahrern wurden die neuen Kofferanhänger sowie das neue Fahrzeug der Marke Nissan vorgestellt. Danach wurde das korrekte ankuppeln der Anhänger mit allen Kontrollpunkten geübt. Vor dem Mittag ging es dann in den praktischen Teil mit einer Fahrübung auf den Stierenberg über. Nach dem Mittagessen im Restaurant Stierenberg fuhren die Fahrer mit ihren Fahrzeugen wieder den Berg hinab um ihnen das Verhalten der Fahrzeuge mit Anhängern bei Bergfahrten näher zu bringen. Es folgte eine Übung mit Rückwärtsmanövern auf dem Schwimmbadparkplatz bevor die AdZS am späteren Nachmittag mit der Retablierung der Fahrzeuge und Anhängern begannen. Um ca. 16.30 Uhr konnten die Zivilschützer nach der sanitarischen Austrittsbefragung den Sold entgegennehmen und in den wohlverdienten Feierabend gehen.


WK PSK

Sind sie für den Katastrophenfall bereit?

 

8 Uhr morgens unter der Woche… Das bedeutet für 12 Zivilschützer, aufgeteilt in 4 Gruppen, bereits an der ersten Tür für eine Schutzraumkontrolle zu klingeln. Nicht jeder Schutzraumbesitzer kommt in den Genuss eines Randtermins. Oft muss hier ein wenig Flexibilität gezeigt und die Männer in Olivgrün zu eigentlichen Arbeitszeiten hereingelassen werden. Der Chef PSK stellte sicher, dass der Termin Monate im Voraus angekündigt wurde. Ein Schutzraum, sei er im Besitz von Privatpersonen oder Unternehmen, bringt eben auch seine Pflichten mit sich! Den Kontrollorganen ist gemäss Verordnung über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (BZVSO) ungehinderter Zutritt zum Schutzraum zu gewähren, damit sie ihren Pflichten nachkommen können. So manch einem passt es nicht so recht, wenn sie den Zivilschützern Eintritt in ihre Keller lassen müssen und damit auch ein wenig Privatsphäre preisgeben müssen. Von leer und sauber bis zugestellt oder voller Müll, für die Zivilschützer bietet jeder Keller eine neue Überraschung und/oder Herausforderung. Manchmal sind die Herausforderungen auch zu gross. Beispielsweise wenn die Panzertüre aus den Angeln gehoben wurde und somit auch keine Möglichkeit mehr vorhanden ist, den Raum zu testen. Nicht jeder Bürger glaubt eben an mögliche Katastrophen oder möchte darauf vorbereitet sein. Sind erst mal alle Hindernisse beseitigt, werden die schwere Panzertüre sowie der Panzerdeckel geschlossen und die Lüftung in Betrieb genommen. Bei neuerem Baujahr heisst das: Stecker einstecken und die Maschine einschalten. Zusätzlich muss aber noch der Handbetrieb überprüft werden und es wird ganz ordinär Muskelkraft verlangt. Funktioniert alles wie gewünscht, öffnet sich die Lüftungsklappe und der Test ist erfolgreich beendet. Die Zivilschützer verlassen die zufriedenen Besitzer bereits nach kurzer Zeit und werden erst in 10 Jahren, welches die Kontrollfrist darstellt, wieder auftauchen. Nicht selten aber sind Mängel vorhanden. Dank dem mitgebrachten Werkzeugkoffer können kleinere Reparaturen wie das Ersetzen von verrosteten Schrauben oder das Ölen von Scharnieren gleich vor Ort erledigt werden. Falls nicht, wird ein Mängelformular ausgefüllt und der Eigentümer zur Reparatur beauftragt. Mängel bedeuten gleichzeitig auch ein wenig Zeitdruck, um den straffen Zeitplan einzuhalten. Sind doch die Einsatzzeiten für jeden Raum nach Grösse definiert. Manchmal steht man auch vor verschlossenen Türen, wenn ein Termin vergessen geht. Dank einer guten Organisation weiss sich der schlaue Zivilschützer zu helfen, indem er sich kurzfristig mit späteren Terminen in Verbindung setzt und diese nach Möglichkeit vorzieht. Oder es bleibt ein wenig Zeit, um mit gastfreundlichen Besitzern ein Kaffee zu trinken. Die Pendenzen sind gross. Alleine in Grenchen müssen im Schnitt jährlich 140 Schutzräume kontrolliert werden.